Ritterturniere im Mittelalter

Ritterturniere im Mittelalter
  • Ritterturniere im Mittelalter

Turniere, Kampfspiele zu Zweit oder in Gruppen, zählen zu den bekanntesten Erscheinungen der mittelalterlichen Adelskultur, zusammen mit dem Minnesang und dem Burgenbau. Der Glanz des mittelalterlichen Rittertums entfaltet sich auf großartige Weise in diesen festlichen Großanlässen mit ihren Kampfspielen, ihren abendlichen Banketten und Tanzveranstaltungen sowie ihren prunkvollen Aufmärschen.

 

9783961760084
24,90 €

Die vielen Gesichter der Ritterturniere


Werner Meyer folgt der Frage nach den Ursprüngen des Turnierwesens, nach den verschiedenen Arten der Kampfspiele und nach der jeweiligen Ausrüstung. Aus einem uralten Brauchtum herrührend entwickelt sich das Turnier seit etwa 1200 zu einem aufwändigen Fest, das bis zum Ausgang des Mittelalters ein wesentliches Element der ritterlichen Standeskultur bildet. An dieser haben auch die Frauen einen großen Anteil. Sie waren mehr als Zuschauerinnen, Gehilfinnen bei der Verteilung der Preise, oder schmückendes Beiwerk bei abendlichen Tänzen – sie trafen maßgebliche Entscheidungen über Prügelstrafen bei Verstößen gegen die Standesehre.


Da an diesen Großveranstaltungen, die in den Städten abgehalten wurden, zahlreiche Gewerbe beteiligt waren, waren Turniere ein nicht unbeträchtlicher Wirtschaftsfaktor. Ungeachtet der Gedankenwelt der Ritterturniere spiegeln sich in der Praxis der gefährlichen Kampfspiele die mittelalterliche Gewaltbereitschaft und die Risikofreudigkeit einer kriegerischen Oberschicht. Mit dem Erlöschen des Turnierwesens im 16. Jahrhundert findet auch die Welt des Rittertums ihr Ende.

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